Allgemeine Geschäftsbedingungen
Stand: April 2026Inhaltsverzeichnis
§ 1 Geltungsbereich
1.1Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (nachfolgend „AGB") gelten für alle Verträge zwischen Sanjeevkanth Lukshumykumar, mellinam Creative Digital Solutions, Fürstenwall 228, 40215 Düsseldorf (nachfolgend „PawCall") und dem Kunden (nachfolgend „Kunde") über die Nutzung der SaaS-Plattform PawCall.
1.2Kunden im Sinne dieser AGB sind ausschließlich Unternehmer gemäß § 14 BGB. PawCall richtet sich nicht an Verbraucher im Sinne des § 13 BGB.
1.3Abweichende, entgegenstehende oder ergänzende AGB des Kunden werden nicht Vertragsbestandteil, es sei denn, ihre Geltung wird von PawCall ausdrücklich schriftlich zugestimmt.
§ 2 Vertragsschluss
2.1Die Darstellung von PawCall auf der Website stellt kein rechtlich bindendes Angebot dar, sondern eine Aufforderung zur Kontaktaufnahme (invitatio ad offerendum).
2.2Der Vertragsschluss erfolgt ausschließlich nach einem individuellen Beratungsgespräch. Ein Vertrag kommt erst durch die ausdrückliche schriftliche Auftragsbestätigung durch PawCall per E-Mail zustande. Eine automatisierte Online-Buchung wird nicht angeboten.
2.3Mit der Nutzung des freigeschalteten PawCall-Accounts erkennt der Kunde diese AGB an.
§ 3 Leistungen
3.1PawCall stellt dem Kunden einen KI-gestützten Telefonassistenten als Software-as-a-Service (SaaS) zur Verfügung. Die Kernleistungen umfassen:
- Entgegennahme und Bearbeitung eingehender Telefonanrufe mittels KI
- Automatische Terminbuchung und Synchronisation mit dem Kalender des Kunden
- Unified Inbox zur Zusammenführung verschiedener Kommunikationskanäle
- Ausgehende Anrufe für Terminerinnerungen und Rückrufe
- Statistiken und Berichte zur Nutzung
3.2Der genaue Leistungsumfang ergibt sich aus der zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses geltenden Leistungsbeschreibung auf der Website oder dem individuell abgeschlossenen Service-Level-Agreement (SLA).
3.3PawCall ist berechtigt, die Leistungen durch Dritte (Subunternehmer) erbringen zu lassen, sofern dies den datenschutzrechtlichen Anforderungen entspricht.
3.4PawCall behält sich das Recht vor, den Dienst weiterzuentwickeln und Funktionen zu ändern, hinzuzufügen oder zu entfernen, sofern dies den Kernleistungen nicht wesentlich schadet. Der Kunde wird über wesentliche Änderungen mit angemessener Frist informiert.
§ 4 Kostenloser Testzeitraum
4.1PawCall bietet nach einem individuellen Beratungsgespräch einen kostenlosen Testzeitraum von 7 (sieben) Tagen an. Während des Testzeitraums stehen alle vereinbarten Funktionen uneingeschränkt zur Verfügung.
4.2Der Testzeitraum beginnt mit der Freischaltung des Accounts durch PawCall. Es sind keine Zahlungsdaten für den Testzeitraum erforderlich.
4.3Nach Ablauf des Testzeitraums endet die Nutzung automatisch, ohne dass eine gesonderte Kündigung erforderlich ist. Eine kostenpflichtige Weiternutzung erfordert eine ausdrückliche schriftliche Vereinbarung mit PawCall.
4.4PawCall behält sich vor, den Testzeitraum je Unternehmen auf eine einmalige Nutzung zu beschränken.
§ 5 Preise und Zahlung
5.1Die Preise werden individuell im Rahmen eines persönlichen Beratungsgesprächs vereinbart und schriftlich bestätigt. Es gibt keine automatisierten Online-Tarife oder öffentliche Preislisten. Alle Preise verstehen sich zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer.
5.2Die Abrechnung erfolgt monatlich. PawCall stellt dem Kunden eine Rechnung per E-Mail aus, die innerhalb von 14 (vierzehn) Tagen nach Erhalt per Banküberweisung zu begleichen ist.
5.3Zahlungen erfolgen ausschließlich per Banküberweisung auf das in der Rechnung angegebene Konto. Online-Zahlung oder automatische Lastschrift werden derzeit nicht angeboten.
5.4Bei Zahlungsverzug behält sich PawCall das Recht vor, den Dienst nach vorheriger Mahnung mit einer Nachfrist von 14 Tagen zu sperren. Gesetzliche Verzugszinsen nach § 288 BGB bleiben unberührt.
5.5Preisanpassungen werden dem Kunden mindestens 6 (sechs) Wochen vor Inkrafttreten schriftlich mitgeteilt. Der Kunde hat in diesem Fall ein Sonderkündigungsrecht zum Zeitpunkt des Inkrafttretens der neuen Preise.
§ 6 Laufzeit und Kündigung
6.1Der Vertrag wird auf unbestimmte Zeit geschlossen und kann von beiden Seiten mit einer Frist von 30 (dreißig) Tagen zum Ende des jeweiligen Abrechnungsmonats gekündigt werden.
6.2Die Kündigung bedarf der Textform (E-Mail an hallo@pawcall.de genügt).
6.3Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt. Ein wichtiger Grund für PawCall liegt insbesondere vor, wenn der Kunde trotz Mahnung und Nachfrist mit der Zahlung in Verzug ist, wesentliche Vertragspflichten schwerwiegend verletzt oder rechtswidrige Inhalte über den Dienst verbreitet.
6.4Nach Vertragsende werden alle Kundendaten innerhalb von 30 (dreißig) Tagen unwiderruflich gelöscht, sofern keine gesetzlichen Aufbewahrungspflichten entgegenstehen. Auf Anfrage kann der Kunde seine Daten vorher in einem gängigen Format exportieren.
§ 7 Verfügbarkeit und Support
7.1PawCall strebt eine Verfügbarkeit des Dienstes von 99 % im Monatsmittel an. Hiervon ausgenommen sind geplante Wartungsarbeiten, die PawCall mit angemessenem Vorlauf ankündigt, sowie Ausfälle, die auf höhere Gewalt, Drittanbieter oder ein Verschulden des Kunden zurückzuführen sind.
7.2Ein Rechtsanspruch auf eine bestimmte Verfügbarkeit besteht nicht, soweit nichts Abweichendes vereinbart wurde.
7.3Support wird per E-Mail unter hallo@pawcall.de angeboten. Die Reaktionszeit beträgt werktags in der Regel 48 Stunden.
§ 8 Pflichten des Kunden
8.1Der Kunde ist verpflichtet, seine eigenen Endkunden über den Einsatz des KI-Assistenten und die damit verbundene Sprachverarbeitung zu informieren (z. B. im Rahmen seiner eigenen Datenschutzerklärung oder durch einen Hinweis bei der Terminbuchung).
8.2Der Kunde ist für die Einhaltung aller geltenden Gesetze im Zusammenhang mit seiner Nutzung des Dienstes verantwortlich, insbesondere des Datenschutzrechts (DSGVO) gegenüber seinen eigenen Kunden.
8.3Der Kunde verpflichtet sich, die Zugangsdaten zu seinem Account sicher aufzubewahren und bei Verdacht auf Missbrauch PawCall unverzüglich zu informieren.
8.4Der Kunde ist nicht berechtigt, den Dienst Dritten ohne ausdrückliche Zustimmung von PawCall zur Nutzung zu überlassen oder weiterzuverkaufen.
8.5Der Kunde darf den Dienst nicht für rechtswidrige Zwecke oder in einer Weise nutzen, die die Infrastruktur oder andere Nutzer des Dienstes beeinträchtigt.
§ 9 Datenschutz und Auftragsverarbeitung
9.1PawCall verarbeitet im Rahmen der Leistungserbringung personenbezogene Daten der Endkunden des Kunden als Auftragsverarbeiter im Sinne des Art. 28 DSGVO. Die Einzelheiten regelt ein gesondert abzuschließender Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV).
9.2Der Abschluss des AVV ist Bestandteil des Vertragsschlusses. Der Kunde kann den AVV unter hallo@pawcall.de anfordern.
9.3Alle Server von PawCall befinden sich in Deutschland. Eine Datenübertragung in Drittländer außerhalb der EU erfolgt nur im Rahmen der geltenden Datenschutzgesetze und mit geeigneten Schutzmaßnahmen (Standardvertragsklauseln).
9.4Weitere Informationen zum Datenschutz finden sich in der Datenschutzerklärung von PawCall.
§ 10 KI-spezifische Regelungen
10.1PawCall setzt KI-Technologien ein, die auf maschinellem Lernen basieren. Die Qualität der KI-Ausgaben (z. B. Gesprächsführung, Terminbuchung) kann variieren und ist nicht garantiert.
10.2PawCall weist Anrufer zu Gesprächsbeginn automatisch darauf hin, dass sie mit einem KI-System sprechen (Transparenzpflicht gemäß EU AI Act Art. 52).
10.3Entscheidungen, die von der KI getroffen werden (z. B. Terminbuchungen), gelten als im Auftrag des Kunden getroffen. Der Kunde ist für die Überprüfung und Bestätigung dieser Entscheidungen verantwortlich.
10.4Eine Verwendung von Gesprächsdaten zum Training von KI-Modellen erfolgt nur auf Grundlage einer gesonderten, schriftlichen Einwilligung des Kunden und ist jederzeit widerrufbar.
§ 11 Haftungsbeschränkung
11.1PawCall haftet unbeschränkt für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit, die auf einer vorsätzlichen oder fahrlässigen Pflichtverletzung beruhen, sowie für sonstige Schäden, die auf einer vorsätzlichen oder grob fahrlässigen Pflichtverletzung beruhen.
11.2Bei leicht fahrlässiger Verletzung nur einer wesentlichen Vertragspflicht (Kardinalpflicht) ist die Haftung von PawCall auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt.
11.3PawCall haftet nicht für indirekte Schäden, entgangene Gewinne, verpasste Termine oder sonstige mittelbare Schäden, die dadurch entstehen, dass der KI-Assistent eine Anfrage nicht oder fehlerhaft bearbeitet hat, sofern dies nicht auf vorsätzlichem oder grob fahrlässigem Handeln von PawCall beruht.
11.4Die Haftung für den Verlust von Daten ist auf den typischen Wiederherstellungsaufwand beschränkt, der bei ordnungsgemäßer und regelmäßiger Datensicherung durch den Kunden entstanden wäre.
11.5Die vorstehenden Haftungsbeschränkungen gelten auch für die persönliche Haftung der Mitarbeiter, Vertreter und Organe von PawCall.
§ 12 Änderungen der AGB
12.1PawCall behält sich das Recht vor, diese AGB mit einer Ankündigungsfrist von mindestens 6 (sechs) Wochen zu ändern. Die Ankündigung erfolgt per E-Mail an die vom Kunden hinterlegte E-Mail-Adresse.
12.2Widerspricht der Kunde der Änderung nicht innerhalb von 4 (vier) Wochen nach Zugang der Mitteilung, gelten die geänderten AGB als angenommen. Auf diese Folge wird PawCall in der Änderungsmitteilung ausdrücklich hinweisen.
12.3Bei Widerspruch des Kunden gegen die Änderung hat PawCall das Recht, den Vertrag zum Zeitpunkt des Inkrafttretens der geänderten AGB zu kündigen.
§ 13 Schlussbestimmungen
13.1Anwendbares Recht: Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts (CISG).
13.2Gerichtsstand: Ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit diesem Vertrag ist Düsseldorf, sofern der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen ist.
13.3Salvatorische Klausel: Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen davon unberührt. Anstelle der unwirksamen Bestimmung gilt die gesetzliche Regelung.
13.4EU-Streitbeilegung: Die Europäische Kommission stellt eine Plattform zur Online-Streitbeilegung bereit: https://ec.europa.eu/consumers/odr/. PawCall ist nicht bereit oder verpflichtet, an Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teilzunehmen, da es sich ausschließlich an Unternehmer wendet.